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Sicher geglaubte Auswärtspunkte in Waldheim nur knapp behauptet

18.11.2017 15:00 VfL Waldheim 54 II - LSV I 29:31 (10:19)

Der vergangene Spieltag führte uns nach weit, weit draußen, aka Waldheim. Von Anfang an war ne Menge Pfeffer in der Partie. Die Gastgeber agierten mit betont robuster Abwehrarbeit, die unseren Angreifern sichtlich missfiel und den Schiris entging. Das sorgte schnell für Unruhe und hitzige Gemüter. Spielerisch blieb es in der Anfangsphase noch recht ausgeglichen. Als wir uns in der zweiten Viertelstunde etwas beruhigt und mehr mit dem Spiel beschäftigt hatten, trug das auch ordentlich Früchte. In der Abwehr aktiver, behinderten wir den Spielaufbau des Gegners nun effektiver und nach vorne ging es mit viel Dampf, was uns auch einige schnelle Tore aus erster und zweiter Welle einbrachte. Dadurch erarbeiteten wir uns einen stetig ansteigenden Vorsprung, ausgehend von 7:8, ging Es auf 7:12, dann über 8:15, zum Halbzeitstand von 10:19.

Eine furiose erste Halbzeit lag da hinter uns. Durch die harte Gangart erst etwas angestachelt, nahmen wir dann den Kampf an und antworteten mit genau der richtigen Sprache: Toren!!! Nun galt es, nicht locker zu lassen und konzentriert weiter zu arbeiten, um die 2 Punkte nach Hause zu holen.

Leichter gesagt als getan! Zwar starteten wir mit einem 1:3 eigentlich ganz gut in die zweite Hälfte, doch in Folge dessen schlichen sich vermehrt leichte Fehler in unser Spiel, vor allem was den Torabschluss anging. Gerade also unsere Treffsicherheit, die uns in der ersten Hälfte noch zur Führung verholfen hatte, verlies uns nach und nach immer mehr. Dazu häuften sich nun auch technischen Fehler, zumindest war das Schiedsrichtergespann dieser Meinung und obendrein wurde unser bester Schütze, Heny, kurz gedeckt. Das alles machte uns tüchtig zu schaffen. Aus den 11 Toren maximaler Führung wurden erst 7, dann wieder 9 und gerade da, wo wir uns kurz gegen den Abwärtstrend gestemmt hatten, kam erst der richtige Bruch im Spiel. Es folgte ein 6:0 für die Gastgeber und mit einem Mal war sie wieder, die offene Partie und damit die berechtigte Hoffnung bei den Waldheimern auf eine Wende (24:27). Wir wirkten streckenweise wie total von der Rolle. Hektisch, unkonzentriert und völlig planlos. So ließen wir den Gegner wieder erstarken, der unsere Fehler gerne für schnelle Gegentore benutzte. Die Quittung bekamen wir dafür mit dem Anschlusstreffer zum 28:29, Minuten vor Schluss. Jetzt hieß es kämpfen und das taten wir! Den Ausgleich gab es nämlich nicht. Stattdessen trafen wir endlich wieder. Der folgende Gegenangriff dauerte eine gefühlte Ewigkeit und konnte von Waldheim dann doch noch erfolgreich abgeschlossen werden. Dadurch war der Anschluss erneut hergestellt, aber die Murmel auch wieder in unseren Händen und nur noch Sekunden auf der Uhr. Durch druckvolles Anziehen gelingt es uns, unseren "Halbrechten", Christoph, in Wurfposition zu bringen, der mit seinem Treffer den erlösenden Schlusspunkt setzte, denn noch im laufenden Gegenangriff ertönte die Schlusssirene. Endstand 29:31.

Fazit
Puh! Was für eine geniale erste Halbzeit von uns und was für eine schlechte zweite!!! Dabei hatten wir nicht wirklich aufgehört zu spielen, es war eher so, dass die Konzentration nur noch bis etwa 9 Meter vor dem gegnerischen Tor reichte. Ich habe keine Erklärung dafür, ich weiß nur, dass es höchst ansteckend war. Denn es war tatsächlich egal, wer die Kugel in die Hand bekam, sie wollte einfach nicht mehr ins Tor. Es war ein kollektives Totalversagen, das die Waldheimer wieder ins Spiel brachte. Der deutliche Vorsprung aus der ersten Hälfte, die schwindende Zeit, eine super Torwartleistung und der Kampfgeist in den letzten Minuten der Partie, sorgten dafür, dass wir die Punkte doch noch nach Hause holen konnten. Ein Sieg, den wir uns über 40 Minuten verdient und in den letzten 20 Minuten mit Kampf und sicherlich auch etwas Glück erfolgreich verteidigt haben.

Es spielten:
Manuu (Tw), Schlenzi (Tw), Heny 12, de Inge (9), Tom (3), Christoph (2), Christian (2), Lucas (2), Max (1), Denny, Erik, Sven (Coach).

I.K.